LESEPROBE
PINOCCHIO
DAS KIND AUS DER HÖLLE
Kapitel 8: Die Braut aus Fleisch
Es war ein gewöhnlicher Vormittag auf dem Marktplatz, doch die Stimmung war unheimlich. Die Nachricht vom Tod der Nonne Agata, deren Schädel brutal zerquetscht wurde, schockierte die Menschen ebenso wie das spurlose Verschwinden von Beppo und das grauenhafte Ende von Lukas, der restlos gehäutet in seinem eigenen Blut gefunden worden war. Inmitten dieser paranoiden Stille, in der jeder Schatten wie ein Mörder wirkte, schob sich Pinocchio wie ein lebendiger Albtraum durch die Menge. Dort, wo er vorbeilief, schien die Luft plötzlich abzukühlen und eine Atmosphäre aus Friedhof und feuchter Erde zu hinterlassen, als würde er den Schatten des Grabes direkt mit sich tragen.
Die Menschen gingen trotzdem ihren Geschäften nach, aber jeder spürte dieses unbewusste Unbehagen. Pinocchio suchte einen Ort, an dem er ungestört seine menschliche Beute beobachten konnte, und fand die Taverne „Zum schlafenden Lamm“. Im Inneren herrschte dämmrige Ruhe. Er suchte sich einen Platz in einer Ecke, der ihm einen freien Blick durch den Türspalt nach draußen ermöglichte. Seine massive Gestalt wirkte hier wie ein Fremdkörper. Vor ihm stand ein Glas Wein, unberührt und unbewegt. Er trank nicht. Pinocchio hielt den Kopf gesenkt, doch seine Sinne waren hellwach. Er lauschte dem Rhythmus der Schritte auf dem Pflaster und beobachtete durch die Öffnung den hell erleuchteten Marktplatz. Plötzlich hielt er inne. Durch den schmalen Lichtspalt fiel sein Blick auf eine Frau, deren bloße Erscheinung die Hässlichkeit der Umgebung auslöschte. Es war Elena.
Sie half ihrem Vater am Tuchstand, wo schwere Ballen aus Leinen und feinster Seide lagerten. Es war eine mühsame Arbeit, die Stoffe immer wieder glatt zu streichen und für die Kunden zu präsentieren. Wenn der Trubel auf dem Markt für einen Augenblick nachließ und ihre Hände zur Ruhe kamen, wanderten ihre Blicke oft sehnsüchtig zu einer kleinen, mit einem Eisengitter ummauerten Grünfläche hinter den Tuchhallen. Das war ihr privater Garten. Es war ein verwilderter Ort voller blassblauer Glyzinien und dorniger Heckenrosen. Pinocchio erkannte sofort: Das war ihre Erholungsoase vor der lärmenden Enge und der Last des restlichen Tages. Er beobachtete, wie sich ihre Glieder bewegten. Jede Sehne und jeder Muskel arbeiteten perfekt zusammen – eine lebendige Mechanik, die ihm völlig fehlte. Er begutachtete sie aus der Ecke mit derselben Intensität, wie ein Bestatter den brauchbaren Körper eines Verstorbenen analysiert. Er sah nicht ihre Schönheit, er sah nur gesundes Fleisch. Er registrierte die Wärme unter ihrer Haut und das Blut, das durch ihre Adern pumpte. Für ihn war sie nur ein Brutkasten. Er wollte ihren Körper benutzen, um einen Sohn zu zeugen, der nicht aus Holz bestand, sondern aus Fleisch und Blut.
Er verließ die Taverne und steuerte direkt auf sie zu. Um den unnatürlichen Kontrast zwischen seinem milchig-toten Auge und dem gestohlenen, fremd wirkenden Gegenstück zu verbergen, trug er eine dunkle Brille. Als er sah, wie sie gerade einen schweren Seidenballen hob, der ihr fast aus den Händen glitt, sah er die Gelegenheit, mit ihr in Kontakt zu kommen; er griff zu und fing das Gewicht mühelos ab.
„Vorsicht“, sagte er mit seinem tiefen Bariton. „Solche Kostbarkeit sollte nicht auf dem Pflaster landen.“
Elena blickte überrascht auf. Sie sah in ein maskulines Gesicht, das eine unheimliche Ruhe ausstrahlte. „Danke... ich dachte, ich hätte ihn fest im Griff.“
„Das denken wir alle, bis die Last zu schwer wird“, erwiderte Pinocchio. Plötzlich deutete er zum Garten. „Ein schöner Ort dort hinten. Aber die Rosen dort haben mehr Dornen als Blüten. Sie wirken wie eine Wache.“
Elena stutzte. „Sie sind der Erste, dem das auffällt.“
„Es sind die Details“, erwiderte Pinocchio knapp. „Jeder sieht nur die Blüten. Aber schauen Sie sich die Dornen an. Sie biegen sich alle nach innen. Wer da reingreift, wird festgehalten. Das ist ein Käfig aus Holz. Ich achte auf so etwas.“
Elena hielt inne, fasziniert von diesen Worten. Sie spürte, dass dieser Fremde kein gewöhnlicher Kunde war. Eine Kälte ging von ihm aus, die sie seltsam anzog. „Sie beobachten sehr genau“, flüsterte sie.
„Ich muss es tun“, sagte er kühl. „Die meisten Dinge sind fehlerhaft konstruiert. Wenn man etwas Bleibendes schaffen will, darf man nichts übersehen. Ich achte auf das, was unter der Oberfläche liegt.“
Er deutete eine knappe Verbeugung an. „Mein Name ist Pinocchio. Wie nennt man Sie?“
„Elena“, antwortete sie.
„Elena“, wiederholte er flach, als würde er das Wort prüfen. „Wenn Sie erlauben, komme ich morgen wieder und helfe Ihnen mit den Kisten. Die sind zu schwer für Sie.“
Ohne eine Antwort abzuwarten, wandte Pinocchio sich ab. In den folgenden Tagen wurde er zu einer lautlosen Konstante. Er tauchte immer genau dann auf, wenn die Arbeit am schwersten war. Er sprach wenig, doch jedes seiner Worte war sorgfältig gewählt, um Elena ein Gefühl von Sicherheit zu vermitteln. Doch hinter der Fassade lauerte die kalte Berechnung eines finsteren Wesens.
„Sie haben neulich so treffend über meine Rosen gesprochen und wie man die Dornen betrachtet – das ging mir nicht mehr aus dem Kopf.“, bemerkte Elena eines Mittags. „Vielleicht… würden Sie mir helfen, die Glyzinien in meinem Garten zu bändigen? Es ist ein ziemliches Durcheinander, und Sie scheinen einen Blick für das zu haben, was man in Form bringen muss.“
Pinocchio neigte den Kopf. „Es wäre mir eine Ehre, Elena.“
Als er am nächsten Nachmittag das eiserne Tor durchschritt, erwartete ihn Elena bereits – doch sie war nicht allein. Maria, ihre engste Freundin, saß auf der Steinbank.
„Maria, das ist Pinocchio. Er hat mir am Stand so sehr geholfen.“
Als Maria Pinocchio ansah, empfand sie sofort eine tiefe Abneigung. Die unnatürliche Erscheinung des Mannes raubte ihr den Atem vor Schreck. Obwohl sein Gesicht die Züge eines Mannes trug, wirkte die Haut unbelebt, wie schlecht gegerbtes Leder, das zu straff über einen Schädel gespannt worden war. Ein kalter Schauer lief ihr über den Rücken; alles an ihm schrie nach einer Täuschung, die sie nicht benennen konnte.
Erst nach einem Augenblick der beklemmenden Stille fand sie ihre Stimme wieder: „Pinocchio?“, wiederholte sie den Namen langsam, fast so, als würde sie auf etwas Bitteres beißen. „Elena sagt, Sie seien eine große Hilfe am Stand gewesen. Ein barmherziger Helfer zwischen den Tuchballen, der im richtigen Moment zupackt.“
Sie ließ ein kurzes, schneidendes Lachen hören, während sie ihre Lippen zu einem schmalen, freudlosen Lächeln verzog. „Es ist doch erstaunlich, wie schnell Sie sich unentbehrlich gemacht haben. Haben Sie gelernt, sich genau dort zu platzieren, wo die Not am größten ist, nur um dann als Retter aufzutreten?“ Das wirkt fast wie eine Strategie, die Sie perfektioniert haben.“
Pinocchio neigte den Kopf nur ein winziges Stück, seine Stimme blieb gefährlich neutral. „Manche nennen es Strategie, Maria. Ich nenne es schlicht Aufmerksamkeit. Es gibt Menschen, die sehen, wo Hilfe gebraucht wird, und sogenannte Freunde, die nur zusehen, wie andere sich abmühen.“
Maria lachte kurz und trocken auf. „Aufmerksamkeit? Ein schöner Begriff für jemanden, der so unvermittelt aus dem Nichts auftaucht. Elena ist eine Träumerin, sie sieht nur das Gute. Aber ich frage mich, was ein Mann wie Sie wirklich davon hat, schwere Seidenballen zu schleppen, ohne dafür eine Entlohnung zu verlangen. Niemand tut etwas ohne Grund.“
Pinocchio blieb abrupt stehen und wandte ihr den Kopf zu. Die dunklen Gläser seiner Brille wirkten wie zwei schwarze Abgründe. „Sagen Sie mir, Maria... was genau haben Sie gegen mich? Welches Verbrechen habe ich begangen, außer Elena den Rücken zu stärken, während Sie nur danebenstehen und kritisieren?“
Maria stockte der Atem. Sie hatte nicht mit dieser direkten Konfrontation gerechnet. Sie suchte nach Worten, doch da war nichts Greifbares, nur dieses instinktive Grauen vor seiner Anwesenheit. „Was ich gegen Sie habe?“, stieß sie hervor und fuchtelte nervös mit der Hand in der Luft herum. „Alles an Ihnen ist falsch! Ihr Auftreten, Ihre viel zu glatte Art, dieses... dieses Schweigen, das Sie wie einen Mantel tragen! Sie passen nicht hierher. Sie sind wie ein Fremdkörper in diesem Garten, ein Gift, das langsam alles durchdringt. Ich brauche keine Beweise, um zu sehen, dass unter dieser polierten Fassade gar nichts ist, was ein Herz verdient hätte!“
Sie machte einen langsamen, prüfenden Schritt um ihn herum, wobei sie ihn keine Sekunde aus den Augen ließ. Ihre Absätze knirschten leise auf dem Kies. „Sagen Sie mir, Herr Pinocchio... woher kommen Sie eigentlich? Man sieht hier selten Männer mit so einer... makellosen Erscheinung. Sie wirken fast so, als hätten Sie in Ihrem Leben noch nie einen Tag in der Sonne gearbeitet oder einen echten Windzug im Gesicht gespürt. Ihre Haut... sie reflektiert das Licht auf eine Weise, die mir völlig fremd ist.“
Pinocchio blieb unbeweglich, sein Körper so starr wie die Bäume um sie herum. „Die Welt ist groß, Maria. Nicht jeder trägt seine Geschichte als Narben auf der Haut. Manche von uns ziehen es vor, ihre Vergangenheit dort zu lassen, wo sie hingehört: im Schatten.“
Maria hielt inne und stellte sich direkt vor ihn, die Arme fest vor der Brust verschränkt. Sie suchte in seinem Gesicht nach einem Puls, nach einem Zittern, nach irgendetwas Menschlichem, doch sie fand nur diese unheimliche Ruhe. „Schatten. Ein passendes Wort für jemanden, der sich hinter solch dunklen Gläsern verbirgt. Sagen Sie mal – ist diese Brille ein Schutz, damit Sie uns nicht sehen müssen? Oder ist sie eine Barriere, damit wir die Leere in Ihren Augen nicht bemerken?“
Eine gefährliche Spannung durchlief Pinocchios Haltung, auch wenn sein Gesicht starr blieb. Er rückte die dunklen Gläser mit einer langsamen, fast mechanischen Präzision zurecht. „Ich schütze meine Augen vor dem grellen Licht dieses Tages, Maria. Sie hingegen...“, er machte eine winzige Pause, und seine Stimme sank in eine Frequenz, die Maria das Blut in den Adern gefrieren ließ, „... Sie sollten Ihren Mund schützen. Bevor die Welt merkt, wie finster und verbittert es in Ihrem Verstand zugeht. Ihr Misstrauen ist nichts weiter als der Neid einer Frau, die keine Kontrolle mehr hat.“
Maria schnappte nach Luft. Das Gift in seiner Stimme war so präzise dosiert, dass sie einen Moment brauchte, um den Schmerz zu spüren. Sie trat einen hastigen Schritt zurück und wandte sich mit einer fahrigen Geste an Elena.
„Elena, hast du das gehört? Er beleidigt mich! Hier, in deinem eigenen Garten! Wer ist dieser Mensch überhaupt? Er trägt eine Maske, Elena. Er ist eine einzige, wandelnde Lüge!“
Elena blickte verlegen zu Boden und verlagerte unruhig ihr Gewicht. „Maria, bitte... steigere dich nicht so hinein. Er hat es sicher nicht so gemeint. Pinocchio ist in den letzten Tagen für mich wie ein Fels in der Brandung gewesen. Er hat mir Halt gegeben.“
„Ein Fels?“, Maria lachte schrill auf. „Ein Steinblock ist er! Kalt und ohne Seele! Elena, besinn dich! Wir kennen uns ein Leben lang, und jetzt lässt du zu, dass dieser Fremde einen Keil zwischen uns treibt? Sieh ihn dir doch an! Mit diesem Mann stimmt etwas nicht – absolut nichts. Er ist wie eine Hülle, die nichts fühlen kann, kein Leben, keine Wärme, keine Liebe. Er blickt dich an, als wärst du nur ein Gegenstand, den er für seine Zwecke braucht. Ich weiß nicht, was er vorhat, aber ich spüre bis in meine Knochen, dass er böse Absichten hat. Bitte, lass dich nicht auf ihn ein!“
Pinocchio machte nun seinerseits einen langsamen Schritt auf sie zu, bis sein langer, kalter Schatten Maria vollständig einhüllte. „Sie verwechseln mich mit sich selbst, Maria. Sie spielen sich hier als ihr Anker auf, dabei sind Sie für sie nichts als ein bleierner Ballast. Sie brauchen Elenas Unsicherheit, damit Sie sich überlegen fühlen können. Jedes Mal, wenn Elena fliegen will, beschweren Sie ihre Flügel mit Ihren eigenen Ängsten. Sie nennen das Freundschaft? Ich nenne es eine jämmerliche Besessenheit.“
„Das ist eine Lüge!“, schrie Maria, doch ihre Stimme zitterte. „Elena! Sag ihm, dass das nicht stimmt!“
Elena hob langsam den Kopf. Ihr Blick wirkte seltsam distanziert. „Vielleicht... vielleicht hat er recht, Maria. Du hast mir immer gesagt, was ich zu fühlen habe. Aber Pinocchio... er lässt mich einfach nur sein.“
Maria starrte sie fassungslos an. „Du glaubst diesem... diesem Ding mehr als mir?“
„Die Wahrheit tut weh, wenn man sein ganzes Leben auf einer Lüge aufgebaut hat“, setzte Pinocchio mit eisiger Endgültigkeit nach. „Gehen Sie jetzt nach Hause, Maria. Sie stehlen uns die Zeit und Elena den Frieden.“
Maria zitterte am ganzen Körper. Sie sah noch einmal zu Elena, doch diese wich ihrem Blick endgültig aus. „Fein!“, stieß Maria hervor. „Bleib doch bei deinem Felsen! Aber komm nicht zu mir, wenn du merkst, dass dieser Steinblock dich am Ende zerquetschen wird!“
Sie riss ihr Tuch an sich und stürmte zum Tor. Der schwere Eisenflügel knallte mit einer solchen Wucht ins Schloss, dass das Geräusch noch sekundenlang in der Stille nachhallte. Pinocchio rührte sich nicht. Er wartete, bis die Stille wieder vollkommen war, und legte Elena dann sanft eine Hand auf die Schulter, um sie zu trösten. Mit einem fast unmerklichen, triumphierenden Lächeln starrte er auf das verschlossene Tor. Er hatte sie isoliert. Nun war sie ganz allein mit ihm.
In der darauffolgenden Zeit wurde er zu ihrem unentbehrlichen Schatten. Tag für Tag kehrte er in den Garten zurück, und mit jedem sanften Wort, das Pinocchio flüsterte, verblasste die Erinnerung an Marias Warnungen. Er manipulierte Elenas Wahrnehmung so geschickt, dass sie Maria schließlich den Zutritt verbot. Eines späten Abends, als die Dunkelheit bereits schwer über den Glyzinien hing und nur noch das bleiche Mondlicht die Szene spärlich erhellte, nahm er im tiefen Schatten der Hecken seine Brille ab.
Elena keuchte auf, als sie die milchig-weiße Kugel sah, die ohne Pupille in der Augenhöhle lag.
„Erschrecke nicht, Elena. Es ist das Erbe eines grausamen Schöpfers. Er wollte mich blind machen, damit ich nur sein Werkzeug bleibe.“
Als er diese Lüge aussprach, schlug der Fluch zu. Seine Nase begann sich unnatürlich zu dehnen und unter lautlosem Druck nach vorne zu schieben. Es dauerte nur wenige Sekunden, doch während die Nase unaufhaltsam wuchs, fühlte es sich für ihn wie eine Ewigkeit an. Er drehte sich ruckartig von Elena weg, um diese Entstellung vor ihr zu verbergen. Mit stoischer Ruhe presste er die Hand gegen den hölzernen Auswuchs und ging zügigen Schrittes von ihr weg. Er wartete ab, bis das Wachstum zum Stillstand kam, die Nase wieder in ihre ursprüngliche Form zurückwich und das schwarze Harz die Wunde unbemerkt schloss. „Pinocchio? Ist alles in Ordnung bei dir?“, fragte Elena mit besorgter Stimme und machte einen unsicheren Schritt in seine Richtung. Sie war von seinem abrupten Abwenden irritiert, bemerkte die hölzerne Deformierung jedoch nicht, da sie nur tiefen Schmerz in seinen Zügen zu sehen glaubte. Sie trat dicht an ihn heran und küsste mitleidig seine kalten Lider. Pinocchio rührte sich nicht. Er spürte ihre Lippen, doch es löste nichts aus – nur die kühle Berechnung eines Handwerkers.
„Dieser Garten ist zu eng für uns“, sagte er kühl. „Ich habe einen alten Schlachthof. Kommen Sie morgen Abend zu mir. Dort zeige ich Ihnen, wer ich wirklich bin – und was ich von Ihnen will.“
Elena nahm die Einladung an. Sie ahnte nicht, dass sie mit jedem Schritt auf seinen Schlachthof ihr eigenes Todesurteil unterschrieb. Am nächsten Abend stand sie vor der schweren Holztür. Drinnen roch es nach Harz und Staub. In einer Ecke lagen die Instrumente bereit. Pinocchio sah sie an: „Ich suche keine gewöhnliche Frau, Elena. Ich suche die Ewigkeit. Etwas, das von mir bleibt, wenn das Holz zu Staub wird. Nur Sie können mir das geben.“
FAQ – Häufig gestellte Fragen über das Horrormärchen Pinocchio
Frage: Worum geht es in „Pinocchio – Das Kind aus der Hölle“?
Antwort: Das Buch zeigt eine Welt, in der Pinocchio nicht zum Jungen wird, sondern zu einem dämonischen Wesen, das Menschen formt, bricht und beherrscht. Die Geschichte verbindet Märchen Elemente mit psychologischem Horror, grotesken Verwandlungen und einer Atmosphäre, die an die unheimlichen Kindheits Albträume erinnert, wie man sie aus Stephen Kings Werken kennt.
Frage: Für wen ist dieses Buch besonders geeignet?
Antwort: Für Leser, die düstere Märchen und brutale Horror Neuerzählungen mögen — insbesondere Fans von Lost Boy, Alice – Finsternis im Wunderland, The Child Thief, The Book of Lost Things und dem psychologischen Horror von Stephen King, der alltägliche Figuren in monströse Welten stürzt.
Frage: Welche Themen stehen im Mittelpunkt?
Antwort: Lebende Puppen, Körperhorror, Machtmissbrauch, Wahnsinn, monströse Kreaturen und eine Welt, die von einem hölzernen Gott regiert wird. Die Atmosphäre erinnert an die grausamen Märchen Interpretationen von Christina Henry, die mythologischen Albträume von Brom und die beklemmende Spannung, die man aus Stephen Kings Geschichten kennt.
Frage: Was macht diese Horror Version von Pinocchio einzigartig? Antwort: Sie zeigt Pinocchio nicht als Opfer oder Held, sondern als Ursprung des Schreckens. Die Geschichte ist kompromisslos, surreal und brutal — ein Märchen, das sich wie ein Albtraum liest und sich deutlich von klassischen Adaptionen abhebt, mit einer Intensität, die Fans von Stephen King sofort wiedererkennen.